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Bereits gefördert

Mädchen-Fotokurs für Geflüchtete

Hinter der Kamera sind alle gleich – Fotografie hilft bei der Integration

Diana Mühlberger fotografiert normalerweise bekannte Bands vor und hinter der Bühne. In einem Integrationsprojekt des Ulmer Stadtjugendrings vermittelte sie ihr Know-How jetzt an zehn Mädchen aus Deutschland, Iran, Irak und Afghanistan. Wir konnten im Ulmer Roxy die jungen Fotografinnen bei einer Ausstellung näher kennenlernen.

„Mit der Kamera macht es mehr Spaß!“ lacht die 14-jährige Shabnam auf die Frage, ob zum Fotografieren nicht auch ein Smartphone ausreicht. In dem viertägigen Fotokurs für Mädchen scheint die afghanische Schülerin ihre Vorliebe für digitale Spiegelreflexkameras entdeckt zu haben. Zusammen mit zehn anderen Teilnehmerinnen und der Musikfotografin Diana Mühlberger fotografierte Shabnam in Ulm und um Ulm die verschiedensten Motive: das Ulmer Münster, Familienangehörige, Szenen aus dem Alltag.

In einem Vorraum des Ulmer Roxy, wo sonst Rockbands und Showacts aller Coleur ein- und ausgehen organisierte der Stadtjugendring Ulm eine Vernissage mit den besten Aufnahmen des Fotokurses. Eingeladen sind neben der Presse und Vertretern der Stadt auch die Angehörigen. Eine anwesende Mutter ist sichtlich stolz auf die Ergebnisse. Wir fragen Shabnam, ob sie sich später eine Karriere als Fotografin vorstellen kann. „Erst mal Abitur machen und dann ein Ingenieursstudium“ sind die eher pragmatischen Pläne der 14-jährigen.

Auf ein Foto ist sie besonders stolz: die Tasse. Direkt vor dem Vorhang eingetaucht in rötliches Licht, das durch das Fenster dringt, wurde die Tasse ganz besonders gekonnt eingefangen. Angesprochen auf die farbliche Komposition des Bildes gibt Shabnam zu, dass für die Farbe mit Photoshop nachgeholfen wurde. Die Idee für das Foto kam aber von ihr, schließlich war es ihre eigene Kaffeetasse und Kaffee trinkt sie besonders gerne.

Dass die jungen Damen sich fotografisch weiterentwickelt haben, merkt man an ihrem Vokabular: Blende, Perspektive, Brennweite sind für sie keine Fremdwörter mehr. Die Fotografin Diana Mühlberger, die sonst Rockbands und Hochzeiten in Szene setzt, war für den viertägigen Kurs verantwortlich. Selber störte sie sich daran, dass es als Integrationsangebote fast nur Projekte für Jungs gab. So kam sie auf die Idee einen Mädchenfotokurs anzubieten. Anfangs hatte Diana Mühlberger Angst, dass es gerade bei Fotografie-Fachbegriffen zu Sprachproblemen kommen könnte. Im Nachhinein war sie aber erstaunt darüber, dass die Teilnehmerinnen „wirklich alle Fachtermini verstanden hatten und alle gestalterischen Vorschläge praktisch umsetzen konnten.“  

Am Anfang des Fotokurses erklärte die Fotografin den Teilnehmerinnen wie eine Kamera funktioniert und welche Einstellungen es gibt. Dabei wurden die Funktionen von Blende, Belichtungszeiten sowie ISO-Werte behandelt. Daraufhin durften die Jungfotografinnen sich einen Tag lang in Portrait- und Architekturfotografie ausprobieren. Damit die Teilnehmerinnen auf ihre neue Heimat eine neue Perspektive bekommen, ging es direkt ins Ulmer Stadtzentrum.

Das Ulmer Münster bot das perfekte Motiv und wurde aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln fotografiert. „Bei der Perspektive und der Linienführung haben die Teilnehmerinnen sehr professionell gearbeitet“ berichtete uns Diana Mühlberger. Sie kann sich auf jeden Fall vorstellen, wieder ein Projekt mit Flüchtlingen zu leiten. Die Teilnehmerinnen durften ihre Aufnahmen in ausgedruckter Form mit nach Hause nehmen.

Der Fotokurs wurde mit Unterstützung des Medienkompetenz-Funds der Initiative Kindermedienland durchgeführt. Dieses Förderprogramm unterstützt Maßnahmen, die die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Dabei soll die Vorreiterrolle des Landes Baden-Württemberg im Bereich innovativer und kreativer Medienkompetenzprojekte unterstrichen werden.

Physik in der Hosentasche (Universität Ulm)

Drei Generationen erproben den Physikunterricht der Zukunft

Ein Bericht von aufzugfahrenden Tablets, wissbegierigen Senioren und begeisterten Schülern.

Seit 2006 organisiert die Ulmer 3-Generationen-Uni regelmäßig Ferienworkshops. Mit Unterstützung der Initiative Kindermedienland wurden dieses Jahr mithilfe von Tablets und Smartphones Physikexperimente durchgeführt. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 ließen die Geräte schaukeln und Aufzug fahren um physikalische Kräfte zu messen.

Der Fahrstuhl vor der Mensa der Ulmer Universität wird schon seit einer Weile von einer Gruppe junger Besucher beansprucht. Mit einem Tablet-PC zu Füßen fahren sie immer wieder auf und ab. Statt einem Studentenstreich handelt es sich um ein Experiment im Rahmen der Ulmer 3-Generationen-Uni. Mithilfe der App „SPARKvue“ messen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Herbstcamps „Physik in der Hosentasche“ die Beschleunigung des Fahrstuhls.

An zwei Tagen nehmen diesmal zehn Schülerinnen und Schüler am Ferienprogramm der Ulmer 3-Generationen-Uni teil, welche sich die generationenübergreifende Förderung von MINT-Fächern zur Aufgabe gemacht hat. „Den Kindern den Spaß an der Naturwissenschaft und der Technik zu vermitteln“ so erklärt Annette Wettstein, Projektkoordinatorin der Universität Ulm, die Idee des Projektes. Dabei können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „selber beobachten, selber experimentieren, selber erfahren und in der Gruppe mit Gleichaltrigen arbeiten“, so beschreibt Annette Wettstein das Konzept. Da sich der Einsatz von Apps und Tablet so langsam in den Schulen durchsetzt, wollte die Ulmer 3-Generationen-Uni dies mithilfe der Initiative Kindermedienland auch ausprobieren.

Spannend war zu sehen, wie das Alltagsinstrument Smartphone als Messinstrument bei physikalischen Fragestellungen eingesetzt wird. Damit der Einsatz von Apps im Physikunterricht gelingt, sollte aber physikalisches Grundlagenwissen bei den Schülern vorhanden sein, erklärt uns Annette Wettstein. „Der Einsatz von Apps und Tablets ist ja nur eine Methode von vielen.“ merkt Lehramtsstudent Bastian Knöpfle an, der die Workshops als Tutor begleitet. „Persönlich halte ich viel von Apps im Physikunterricht. Man darf die Schüler allerdings nicht damit überfluten.“ erörtert er.

Das besondere an der 3-Generationen-Uni ist, dass auch die Seniorinnen und Senioren in den Lernprozess eingebunden werden. Einer der anwesenden „Seniorberater“ ist der Elektronik-Ingenieur Manfred Helzle. „Meinen Mitarbeitern habe ich immer eingebläut, die dahinterliegenden physikalischen Zusammenhänge zu begreifen“, beschreibt er seine Begeisterung an der Physik. Er ist auch vom Einsatz der Apps überzeugt. „Mit den Smartphones kann man viele Sachen machen, bei denen man im Physikunterricht ansonsten riesige Aufbauten braucht“ schwärmt er.

Wir haben die experimentierenden Schüler im Aufzug begleitet und wollten wissen, was sie vom Tablet-Einsatz halten „In unserer Schule setzen wir die Geräte gar nicht ein. Daher war das mal spannend, in der Physik unsere Smartphones einzusetzen“ erklärt uns ein Schüler aus der neunten Klasse des Illertal-Gymnasiums. „Leider setzten wir die Geräte sehr selten in der Schule ein“ klagt auch Lena vom Ulmer Keppler-Gymnasium. „Ab und zu rechnen wir damit, aber als Messinstrument haben wir sie noch nicht eingesetzt. Das wäre echt eine Verbesserung.“ hofft sie.

Wurden gestern hauptsächlich Schallpegel mit den Geräten gemessen, dreht sich heute alles um Beschleunigung. Nach den Beschleunigungskräften eines Fahrstuhls sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überlegen, wie ein Flugzeug auf der Startbahn beschleunigt. Um in die Formel a=Δv/Δt (a: Beschleunigung, Δv: Änderung der Geschwindigkeit, Δt: Zeitintervall) die richtigen Werte einzugeben, wird überlegt, mit welcher Geschwindigkeit das Flugzeug abhebt und wie lange der Start dauert. Da die Schätzungen sehr weit auseinander gehen, dürfen die Teilnehmer nach den Werten googlen.

Beim zweiten Versuchsaufbau soll heute gemessen werden, wie sich die Beschleunigung bei einer Schaukel verhält. „Wo ist die Beschleunigung am höchsten? Beim Start oder beim tiefsten Punkt?“ fragt Bastian Knöpfle. Die Schülerinnen und Schüler dürfen einen Tipp abgeben. Um zu sehen, wer richtig liegt, sollen in Zweierteams die Smartphones zum Schaukeln gebracht werden. Mit der App soll dann gemessen werden, wie sich die Beschleunigung verändert. Doch erst ist Fleißarbeit gefordert. Aus Klemmen, Stativen, Schnüren und einer Klarsichtfolie muss eine Schaukel für das Smartphone gebaut werden. Während eine Gruppe das Gerät an langen Schnüren oben am Stativ festklemmt und dem freien Fall überlässt, lässt eine andere Gruppe das Gerät in einer Klarsichtfolie hin und her baumeln. Der Unterschied macht sich auf dem Schaubild bemerkbar: die große Schaukel erzeugt eine lang anhaltende Welle, während die der „Folienschaukel“ schnell wieder abflacht. Anhand der gemessenen Daten und dem Schaubild auf SPARKvue können die Nachwuchs-Forscherinnen und -Forscher die Beschleunigung ablesen. Nach wenigen Versuchen wird allen schnell klar: beim Ausgangspunkt ist die Beschleunigung am größten.

Ein Video, das das Prinzip der Smartphoneschaukel erklärt, haben wir auf dem Kanal des Physikdozenten Prof. Werner Maurer gefunden.

Die Ulmer 3-Generationen-Uni will Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse aus Ulm und der Region nachhaltig für Natur- und Technikwissenschaften begeistern. Besonders Mädchen sollen motiviert werden, diese Bereiche für sich zu entdecken. Dabei werden sie von Wissenschaftlern und Studierenden der Universität Ulm sowie älteren Erwachsenen, die sich für naturwissenschaftliche und technische Themen interessieren, unterstützt.

Hiphop-Workshop in Kehl

Rap-Pädagogik verbindet Kulturen

In Kehl trafen sich Ende November Jugendliche aus Frankreich und Deutschland zu einem multikulturellen Hiphop-Workshop. Unter Anleitung des bilingualen Rapduos „Zweierpasch - double deux“ und mit Unterstützung der Initiative Kindermedienland entwickelten sie einen mehrsprachigen Rapsong. Am 17. Dezember geht es in Mulhouse mit einem gemeinsamen Video-Dreh weiter.

Der Jugendkeller St. Nepomuk in Kehl ist eher für härtere Töne bekannt. An dem Ort an dem normalerweise lokale Bands die Bühne rocken, wird heute Rap-Geschichte geschrieben. Zehn Jugendliche aus Frankreich und Deutschland im Alter von 13 bis 22 wollen heute einen gemeinsamen Song produzieren. Unter den Teilnehmern sind auch zwei Flüchtlinge aus Afghanistan und dem Irak. 

Die beiden Workshop-Leiter kennen sich gut aus mit musikalischer Völkerverständigung. Die beiden Zwillingsbrüder Till und Felix Neumann organisieren bereits seit 2006 an Schulen und Kulturzentren Rap-Workshops mit dem Ziel, Fremdsprachen sowie politische und kulturelle Themen zu vermitteln. Dabei waren sie häufiger über die Grenzen Deutschlands hinaus aktiv: 2012 im Auftrag der deutschen Botschaft bei einem Rap-Projekt in Westafrika und 2015 für Workshops und Konzerte in der Ukraine.

Bevor der Song aufgenommen werden kann, gilt es gemeinsam an den Texten zu schreiben. Nach einer gemeinsamen Ideenfindung und Besprechung des Themas geht es ans Reimen. Jeder Teilnehmer hat dafür sein Schreibwerkzeug parat: Stift, Blatt oder auch Smartphone. Einer der Teilnehmer hat für den Workshop extra einen Beat vorproduziert, der nun als kreativer Klangteppich in einer Dauerschleife abgespielt wird. Während der Jugendkeller von bassigen Beats erfüllt wird, schreiben die zehn Teilnehmer Reime über Rassismus und Einwanderung.

Am Nachmittag darf jeder seine eigene Strophe aufnehmen. Dafür geht es ins Tonstudio des Jugendkellers St. Nepomuk, wo zwischen schall-absorbierenden Wänden dafür das passende Großmembran-Mikrofon bereitsteht. Während jeder mit Kopfhörer auf den Ohren seine Reime zum Besten gibt, sitzt Heiko Borsch, Leiter des Jugendkellers St.Nepomuk, hinter den digitalen Reglern und gibt freundlich Regie-Anweisungen. Zum Schluss wird ein krönender Refrain aufgenommen, der genauso so vielfältig und bunt wie die anwesenden Teilnehmer klingt. Gemeinsam singen die zehn Jugendlichen auf Persisch, Deutsch und Französisch

"United - there are no borders for us!
United - hier ist kein Platz für Hass!
United - pas de haine entre frères et soeurs!
Bho ham, ich schwör, j'ai le coeur en couleur"

Am Abend ging es rap-technisch nochmal richtig zur Sache: ab 20 Uhr wurden in den Räumlichkeiten des Jugendkellers St. Nepomuk ein amtlicher Rap-Battle abgehalten. Neben den Workshop-Teilnehmern waren die besten Freestyle-MCs der Region zugegen. Vor der Jury – bestehend aus dem Rap-Urgestein TONI-L und dem zweimaligen Gewinner des "Battle die Berta"-Turniers D-SYRO – dürfen sich jeweils zwei Kontrahenten einen Battle liefern. Auf den Sieger wartete ein Preisgeld von 400 Euro.

Der Workshop fand in Kooperation mit den französischen Organisationen OMJ - Mulhouse und dem Noumatrouff Mulhouse statt. Ziel ist es, dass Rapper aus Frankreich und Deutschland zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam neue Songs schreiben und aufnehmen. Der Workshop wurde vom Medienkompetenz-Fund der Initiative Kindermedienland unterstützt. Dieses Förderprogramm unterstützt Maßnahmen, die die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Dabei soll die Vorreiterrolle des Landes Baden-Württemberg im Bereich innovativer und kreativer Medienkompetenzprojekte unterstrichen werden.

Hör mal zu – Teil 1 (Klosterbergschule Schwäbisch Gmünd)

Digitale Medien gehören immer mehr zum Alltag von Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung dazu. Deswegen wird Medienkompetenz im Bildungsplan für Schulen mit geistig Behinderten vorgeschrieben. Die Klosterbergschule, ein sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum in Schwäbisch Gmünd, will das Hörvermögen seiner Schülerinnen und Schüler stärken. Mithilfe des Medienkompetenz-Funds Baden-Württemberg wurden Audioaufnahmegeräten angeschafft, mit denen die Geräusche der Schule aufgezeichnet werden sollen. So lernen die Schülerinnen und Schüler ihre Wahrnehmung zu schärfen. Mit den Aufnahmen soll eine Geschichte und letztendlich ein ganzer Podcast produziert werden. Langfristig lernen die Schülerlnnen

  • ihre Schule auditiv wahrzunehmen und zu entdecken,
  • Klänge und Geräusche mit Hilfe von Audioaufnahmegeräten aufzunehmen,
  • das freie und betonte Sprechen, flüssige Lesen,
  • sowie das verantwortungsvolle Arbeiten in einer Gruppen.

Vorschulkinder entdecken Medienwelten (Stadtbibliothek Mannheim)

Kinder erleben schon sehr früh viele verschiedene Medien wie Fernsehen, Computer und Smartphone über ihre Eltern oder auch durch die eigene Nutzung. Oft ahmen sie nur nach, was sie bei den Erwachsenen sehen. In einigen Familien werden Fernseher oder Smartphone als Babysitter und Beschäftigung missbraucht – ohne Anleitung und Begleitung. Viele ErzieherInnen fühlen sich von der neuen Technik überfordert, die sie während der Ausbildung nicht kennengelernt haben oder finden im Arbeitsalltag keine Zeit ein Medienprojekt vorzubereiten. Die Stadtbibliothek versucht  deshalb durch unterschiedliche Angebote Eltern und Pädagogen beim Thema „Vermittlung von Medienkompetenz“ zu unterstützen. Im Rahmen von Elternveranstaltungen und Fortbildungen können neue Angebote ausprobiert und Fragen gestellt werden. Im neuen Raum „Bibliothekslabor“ finden zu unterschiedlichen Themen Workshops, Fortbildungen und Vorträge für Kinder, Jugendliche und Erwachsene statt. Die Bibliothek ist ausgestattet mit Ting-Stiften, Tablets und Spielekonsolen. Die bisherigen Angebote für Kinder im Grundschulalter wurden um Bausteine für Vorschulkinder erweitert. Im einen der Bausteine lernen Kinder mit digitalen Lesestiften umzugehen und damit eigene sprechende Bücher zu erstellen. In einem anderen Baustein dürfen die Kinder auf dem Tablet verschiedene Kinder-Apps ausprobieren und mit dem Tablet selber ein digitales Buch erstellen. Dabei dürfen Sie Fotos machen und Texte erstellen. Die Bausteine können von allen städtischen, konfessionellen und privaten Kindertageseinrichtungen in Mannheim gebucht werden. Bevorzugt ausgewählt werden Einrichtungen aus Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit und hohem Migrantenanteil.

Abenteuer Schwarzwald (Nationalpark Schwarzwald)

„Young Explorers“ ist ein Abenteuercamp im Nationalpark Schwarzwald, mit dem Ziel 16 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg für die Schönheit der Natur zu begeistern und handfestes Wissen mit auf den Weg zu geben, um diese als „Schwarzwald Botschafter“ medial festzuhalten und zu kommunizieren.

Im Rahmen des Multimedia-Projekts "Abenteuer Schwarzwald" wurden 16 Jugendliche aus ganz Baden-Württemberg eingeladen, den Nationalpark Schwarzwald intensiv für eine Woche kennenzulernen. Durchgeführt in Kooperation mit dem Nationalpark Schwarzwald und dem Pangea Project, einem internationalem Netzwerk von natur- und abenteuerbegeisterten Jugendlichen, wurde den Teilnehmern ein vielseitiges Programm bestehend aus Abenteuer, Sport, Film- und Foto Workshops und Gruppenaktivitäten geboten.

Teilnahmeberechtigt waren Jugendliche, zwischen 16 und 19 Jahren alt und mit Wohnsitz in Baden-Württemberg. Die Teilnahme am Camp war für die Teilnehmer kostenlos. Neben gemeinsamen Outdooraktivitäten, wie beispielsweise einer Drei-Seen-Wanderung, fanden auch Film- und Fotografieworkshops statt. Begleitet von drei professionellen Fotografen und Filmemachern, war das Ziel des einwöchigen Abenteuercamps nicht nur die Jugendlichen für die Schönheit der Natur zu begeistern, sondern ihnen auch handfestes Wissen mit auf den Weg zu geben, um die Natur festzuhalten und zu kommunizieren. Für die beste Fotoserie sowie den besten Kurzfilm wurde unter den Camp-Teilnehmern jeweils eine hochwertige Spiegelreflexkamera verlost. Nach erfolgreicher Teilnahme am Young Explorers Programm sollten die 16 Jugendlichen als Jugend-Botschafter des Nationalparks in ihre Schulen und Gemeinden in ganz Baden-Württemberg zurückkehren, um dort den Nationalpark Schwarzwald und das erlebte Abenteuer zu präsentieren. Eine Mischung aus Erlebnisbericht und Wissen über Nationalpark und Natur sorgten dabei für die perfekte Kombination eines spannenden Vortrags.

Gershwin-Experiment (Birken-Realschule, Stuttgart-Heumaden)

„Gershwin-Experiment“ – wir kreieren unsere eigene „Rhapsody“

Im Zeitraum von April bis Dezember 2015 beschäftigten sich die SchülerInnen der Klasse 7b der Birken-Realschule mit der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin und lernten in der eigenen kreativen Auseinandersetzung mit dem Thema „Stadt“ Möglichkeiten kennen, wie aus bereits vorhandenem Material Neues entstehen kann. Am Ende entstand eine eigene „Rhapsody“ mit einem eigenen Trickfilm. Präsentiert wurden das multimediale Projekt auf der Webseite des deutschlandweiten Musikvermittlungsprojekts „Das Gershwin-Experiment – ein ARD Konzert macht Schule“.

Am Anfang des Projekts setzten sich die SchülerInnen der Klasse 7b mit dem Inhalt der „Rhapsody in Blue“ medial auseinander: sie hörten und sahen verschiedene Musikstile als Unterlegung des Trickfilms „Fantasia“ und beschäftigten sich so mit der Wirkung von Musik im Film. Im weiteren Verlauf des Projekts sammelten die SchülerInnen „Sounds of the city“: mit Hilfe und Unterstützung des Haus der Geschichte nahmen sie Geräusche, Klänge und Stimmen der Stadt auf. Diese wurden dann später zu einer Collage weiterverarbeitet. Ausgehend von diesem Material schrieben die SchülerInnen ihre eigene „Stadt-Story“: diese Geschichte wurde dann in einem weiteren Projekt-Abschnitt von den Schülern durch Trickfilm-Technik verfilmt und mit der selbst komponierten „Rhapsody“ unterlegt.

Zum Trickfilm

Fratz-TV (Untertürkheimer Kinderspielstadt Ratzelbach)

Medienprofis in der Kinderspielstadt

Einmal jährlich in den Sommerferien öffnet die Untertürkheimer Kinderspielstadt Ratzelbach für über hundert Kinder ihre Tore. Die Kinder können freiwillig in einem der Ratzelbacher Betriebe mitarbeiten und täglich entscheiden, was sie machen wollen. Ratzelbach hat neben Arbeitsamt, Bank und anderen städtischen Einrichtungen mehrere Medienbetriebe zu bieten. Dazu zählen Ratz-TV, Radio Ratz sowie die Ratzelbach Studios. Hier können die Kinder eigene Nachrichtensendungen produzieren, Werbekampagnen entwickeln oder im Fotostudio Portraits anfertigen und bearbeiten.

Dieses Jahr erfanden die Kinder im TV-Studio das Nachrichtenformat „FRATZen-TV“. Dafür entwickelten sie selbstständig ein eigenes Logo, produzierten Anmoderationen und führten mit Bewohnern von Ratzelbach Videointerviews. Im Fotostudio durften sie mit ihren besten Freunden Portrait-Fotos machen und für Bürgermeisterkandidaten eine Werbekampagne erfinden.

Durch die Medienarbeit in der Kinderspielstadt wurde ein breites Spektrum an technischem Know- How vermittelt. Daneben lernten die Kinder viel über den Einfluss von Medien und wie wir durch entsprechend produzierte Beiträge beeinflusst werden können. Durch den Rahmen der Kinderspielstadt erreichte das Projekt auch Kinder, die sich normalerweise eher nicht mit der Thematik Medien auseinander setzen.

Hör gut hin (Evangelischer Kindergarten Burgheim)

Hör gut hin – hier stecken echte Forscher drin!

Das Projekt „Hör gut hin, hier stecken echte Forscher drin!“ nutzt moderne Medien zur naturwissenschaftlichen Bildung. Gemeinsam mit den Kindern werden Experimentierkästen entwickelt, d.h. Kästen, in denen das Material für ein Experiment enthalten ist. Zu den Materialien wurde ein Heft erstellt, das neben Fotos auch anhand eines Audiostiftes die einzelnen Schritte erläutert. Den Text haben die Kinder selbst aufgesprochen, da der Audiostift „Franklin“ mithilfe von speziellen Aufklebern das Erstellen eigener Audiotexte ermöglicht. Neben der naturwissenschaftlichen Bildung erleben die Kinder einen großen Selbstwirksamkeitseffekt, da sie anderen Kindern die einzelnen Experimentierschritte erklären und dabei auch ihre eigene Stimme hören können. Die Nachhaltigkeit ist gegeben, da die Kästen immer wieder aktualisiert und neu betextet werden können.

Das Projekt hat einen großen Bezug zur Medienpädagogik. Es bezieht die noch relativ neu auf dem Markt erschienenen Audiostiften in die Pädagogik ein. Diese dienen derzeit vorrangig dazu vorgesprochene Texte wieder zu geben. Die Einbeziehung der Franklinstifte ermöglicht ein eigenes Aufsprechen von Texten und zeigt den Kindern so die Möglichkeit auf interaktiv zu agieren. Entgegen dem Verinselungscharakter, der häufig mit der herkömmlichen Nutzung dieser Stifte verbunden ist, bietet das gemeinsame Vertexten und anschließende Experimentieren viele Möglichkeiten zur Kommunikation. Das Medium wird als Lernwerkzeug wahrgenommen. Hierbei erleben Sie das Medium als veränder- und beeinflussbar. Im Gegensatz zu Medien wie beispielsweise dem Fernsehen ist mit diesen Audiostiften erfahrbar, dass ein Medium auch beeinflusst werden kann und für eigene Bedürfnisse (in diesem Fall das Erklären der einzelnen Schritte für ein Experiment) genutzt werden kann. Der Umgang mit den Stiften erweitert die Medienkompetenz. Der Einsatz als interaktives Medium verknüpft die naturwissenschaftliche Bildung mit der Medienpädagogik und verbindet Hören mit Handeln. Ganz „nebenbei“ wird somit auch die auditive Wahrnehmung geschult. Und ganz besonders wichtig: Das Herstellen der Experimentierkästen hat den Kindern viel Freude bereitet!

Leute machen Kleider - mit Vektorgrafiken (Jugendzentrum Crailsheim)

Leute machen Kleider - kreativ gestalten mit Vektorgrafiken

Im Jugend-Kunst-Atelier des Jugendzentrums Crailsheim lernen seit jeher Jugendliche den Gebrauch von Acryl, Aquarell, Tusche und Ton. Nun wurde das Angebot um digitale Produktionsmethoden erweitert, mit denen Textilien bedruckt werden können. Im ersten Schritt werden Tutoren in den Grundlagen der Druckverfahren trainiert. Diese sollen später ihr Wissen an jüngere Jugendliche weitergeben, um gemeinsam mit ihnen Kleidungsstücke herzustellen. Die Teilnehmer können sich auf selbstgestaltete Textilien freuen, die lange halten und nicht nach dem ersten Waschgang kaputt gehen.

Durch die praktische Arbeit werden die Jugendlichen ermutigt, sich selber am Betrieb des Jugendzentrums zu beteiligen und im Umgang mit den Geräten Verantwortung zu übernehmen. Durch den produktiven Einsatz von Computern und Druckern lernen die Jugendlichen, dass man mit PCs mehr machen kann als nur Videos zu schauen oder zu spielen. Das Do-It-Yourself-Herstellen von Textilien sensibilisiert sie für Produktionsprozesse von Markenkleidung und ermutigt sie, gegen den Markenwahn anzugehen. Warum zum Mode-Discounter gehen, wenn man die Kleidung selber herstellen kann?

Entwickle deine eigene App (Universität Ulm)

Kurzinterview mit Dr. Annette Wettstein (Ulmer 3-Generationen-Uni)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?

Mit den Fördergeldern konnten die Honorare für die Kursleiterinnen und Schüler-Tutoren in unserem App-Camp finanziert werden. An 4 aufeinanderfolgenden Tagen lernten 16 Jugendliche im Alter von 12-13 Jahren, wie man eine eigene "App", ein Anwendungsprogramm für mobile Endgeräte wie Smartphones, programmieren und gestalten kann.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?

Das Projekt soll weiterentwickelt und wiederholt werden. Gerade unter Jugendlichen ist die Mediennutzung, insbesondere von Smartphones, im Alltag fest verankert. Wissen über die dazugehörende Technik soll anregen, die eigene Mediennutzung kritisch zu reflektiert. Ziel ist, durch den Bezug zur Alltagswelt, vor allem Mädchen zu begeistern und auch technikferne Personengruppen, wie z. B. Seniorinnen und Senioren mit einzubinden. Im Austausch mit der älteren Generation soll das Lernen gefördert und zusätzlich die eigene Mediennutzung hinterfragt werden.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?

Das Kindermedienland Baden-Württemberg stellt nicht nur einen wichtigen Förderer von Medienprojekten dar, sondern bietet eine Vielfalt an Informationen zum Thema Medienkompetenz: Tipps und Anregungen zu Medienprojekten, Termine zu Workshops und Informationsveranstaltungen, hilfreiche Links und Beratung rund um das Thema Medien.

Medien im Kindergarten (educcare gGmbH)

Kindertagesstätte Mühlwichtel

Kinder sollen sich möglichst früh sinnvoll und zeitgemäß mit Neuen Medien beschäftigen: Dieses Ziel verfolgt die educcare Bildungskindertagesstätte Mühlwichtel und wird dabei vom Medienkompetenz-Fund der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg durch die Bezahlung eines Tablets unterstützt.

Für Kinder sind digitale Medien heute ein Teil der Lebenswelt und daraus nicht mehr wegzudenken, betont Ines Roller, Projektleiterin der Medienarbeit in der Kindertagesstätte Mühlwichtel. Privat werden Geräte wie Tablets und Smartphones im jungen Alter meist zu Unterhaltungszwecken und zum Spielen genutzt. Dass die Geräte aber wesentlich mehr können, als nur zu unterhalten, muss den Kindern erst nahe gebracht werden. Hierzu sollen sich die Kinder unter Anleitung der Erzieherinnen mit den Geräten auseinandersetzen und lernen, sie sinnvoll einzusetzen. Sie haben die Möglichkeit, eigene kleine Medienproduktionen wie beispielsweise Hörspiele oder digitale Bücher zu erstellen. Damit sollen die Kinder die Geräte als Werkzeug zum Ausdruck eigener Vorstellungen, Interessen, Wünschen und Fantasien erleben. Selbstgemachtes hat generell einen hohen Stellenwert für Kinder und sie freuen sich, ihre Ergebnisse anderen zu präsentieren. Durch die kreative Arbeit mit Tablets kann somit ihr Selbstwertgefühl gestärkt werden.

Auch die Erzieherinnen sollen vom Tablet profitieren und es vor allem für die Elternarbeit nutzen. So können in Elterngesprächen Videosequenzen des Kindes gezeigt oder Fotos in der Elternecke ausgestellt werden. Wenn es um die Medienarbeit der Kinder in der Kindertagesstätte geht, erlebt Ines Roller generell eine eher vorsichtige Haltung der Erwachsenen. Sie befürchten häufig, dass sich bei den Kindern eine Sucht entwickelt und sie sich durch die regelmäßige Nutzung geistig eingeschränkt entwickeln. Durch das zielgerichtete und kreative Arbeiten soll diesen Ängsten jedoch entgegengewirkt und gezeigt werden, welches kreative Potential in den Geräten steckt.

Smartphones im Fremdsprachenunterricht (Albeck Gymnasium Sulz)

Kurzinterview mit Stephanie Woessner (Albeck Gymnasium, Sulz a. Neckar)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
Ich habe davon 5 Samsung Galaxy Note 8.0 Tablets angeschafft. Sie sollen in all meinen Klassen (Klasse 8 bis Kursstufe 1) in Englisch und Französisch eingesetzt werden um die Medienkompetenz der Schüler zu fördern und es ihnen zu ermöglichen, die Fremdsprache durch multimediale und authentische Inhalte besser zu lernen, sowie bei Projekten, u.a. mit Partnerklassen im Ausland, produktiv anzuwenden.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?
Der Tableteinsatz soll über ein ganzes Jahr geprobt werden. Die Schüler werden dazu in kleinen Gruppen zusammenarbeiten. Der Projektverlauf wird hier dokumentiert: http://www.petiteprof79.eu/topics/projekte/tablets/ Natürlich erhoffe ich mir nach diesem einen Jahr mehr Offenheit für den Einsatz von digitalen Medien und eventuell die Einrichtung einer Tabletklasse.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie? Schülermedienpreis, bei dem Schüler für ihre tolle Arbeit belohnt werden. Unterstützung für individuelle Projekte, die die Medienkompetenz fördern, jedoch nicht von anderer Stelle finanziert werden können. Die Hoffnung, dass digitale Medien zur Selbstverständlichkeit in der baden-württembergischen Schullandschaft werden und kein exotisches, experimentelles Schattendasein fristen.

Sommerferiencamp 2014 (GirlsGoMovie)

Kurzinterview mit Kathrin Lämmle (Filmbüro Mannheim)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
Girls Go Movie ist ein Projekt kultureller Medienbildung, dass Medienkompetenzerwerb und Persönlichkeitsbildung miteinander verbindet, wobei der kostenlose individuelle Support den Einbezug der Teilnehmerinnen gleich welcher Herkunft gewährleistet. Um die Begleitung, Qualifizierung und Beratung und damit die Nachhaltigkeit im bisherigen Masse zu gewährleisten, möchten wir mit der Zuwendung des Medienkompetenz - Funds bereits vorhandene, von einem abgeschlossenen Projekt vorfinanzierte Technik, ablösen.

Welche Zukunftspläne gibt es für Ihr Projekt?
Girls Go Movie, ein Projekt der kulturellen Medienbildung soll auch zukünftig, wie bereits in den vergangen 10 Jahren, kontinuierlich wachsen und weiterentwickelt werden. Die technische Ausstattung des Projektes ermöglicht es Mädchen und junge Frauen zu qualifiziert und dazu zu motivieren ihre Erfahrungen, Sichtweisen und Visionen in Kurzfilmen zu artikulieren und einem breiten Publikum, im Rahmen des jährlich stattfindenden Kurzfilmfestival, vorzustellen.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?
Die Möglichkeit und notwendige Unterstützung Mädchen und jungen Frauen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft im Alter von 12- 27 Jahren eine qualifizierte filmische Begleitung und Beratung zu gewährleisten und die Nachhaltigkeit des Projektes zu verstetigen.

Medienscouts (Evang. Jugendhilfe Hochdorf)

Kurzinterview mit Claudia Obele (Evang. Jugendhilfe Hochdorf)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
In unserem Projekt Medienscouts wurden mittlerweile 27 Jugendliche geschult. Angelehnt an einen Peer-to-Peer-Ansatz durchlaufen dabei Jugendliche eine 20-stündige Schulung durch Referent/innen der ajs, und bieten im Anschluss eigene Veranstaltungen für andere Kinder und Jugendliche an zu Themen wie „Cyber-Mobbing“, „Sicherer Einstieg ins Internet“ oder „Schutz in sozialen Netzwerken“. Hierbei wurden sie von zwei pädagogischen Fachkräften aus unserer Einrichtung begleitet und unterstützt. Jeder Projektdurchlauf endet mit einer Abschlussveranstaltung, bei der die Medienscouts Zertifikate für die erfolgreich absolvierte Schulung sowie Urkunden für ihre durchgeführten Peer-Projekte verliehen bekommen.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?
Wir möchten jedes Jahr weitere Medienscouts ausbilden. Die Jugendlichen werden dadurch sensibler für Gefahren oder für schwierige und unklare Situationen, die sie beispielsweise in sozialen Netzwerken erleben und treten mit diesem Wissen selbstbewusst Gleichaltrigen gegenüber auf. Pädagoginnen und Pädagogen müssen mit den modernen Medien umgehen und sich in Teamsitzungen, Konferenzen oder anderen Gremien damit beschäftigen, austauschen und diskutieren. Dazu gibt das Projekt immer wieder Anstoß und Unterstützung.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?
Medien spielen auch im Alltag von Kindern und Jugendlichen, die bei uns in der Jugendhilfe leben und betreut werden eine wichtige Rolle. Durch deren selbstverständlichen Umgang mit modernen Medien stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe vor neuen organisatorischen und pädagogischen Herausforderungen. Durch die Unterstützung für unser Projekt Medienscouts können wir zur Medienkompetenz von Jugendlichen beitragen und gleichzeitig unsere Fachkräfte qualifizieren.

Jugendmedienakademie 2014 (Landratsamt Sigmaringen)

Kurzinterview mit Dietmar Unterricker (Landratsamt Sigmaringen)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
Das Fördergeld wird für die Durchführung der „Jugendmedienakademie 2014“ ausgegeben: Referentenhonorare, Kleinmaterialien, Fahrkosten, Software etc. Die Jugendmedienakademie findet in den Herbstferien 2014 in Einrichtungen der Jugendarbeit im Landkreis Sigmaringen statt. Durch den spielerischen und kreativen Umgang mit den Neuen Medien wird das Gefahrenpotential abgebaut und ein sinnvoller Einsatz in der Freizeit ermöglicht.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?

Die „Jugendmedienakademie“ soll ein etabliertes, jährliches Angebot der Jugendbildung werden. Medienkompetenz ist ein Dauerthema, die Inhalte ändern sich mit der Entwicklung der Technik, deren Ende nicht absehbar ist.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?
Das Kindermedienland ist eine wichtige Stütze unserer Aktivitäten im Bereich der Medienbildung und  Medienarbeit. Ohne die Förderung wären einige Projekte nicht möglich, die im Bereich der außerschulischen Jugendbildung sinnvoll und notwendig sind.

Medien-Elternabende (Mannheimer Zentralbibliothek)

Kurzinterview mit Melanie Hamacher (Fachbereich Bildung)

Für was wird das Fördergeld ausgegeben?

Der „Medien-Elternabend“ ist eine jährlich im Januar stattfindende kostenfreie Informationsveranstaltung in der Zentralbibliothek Mannheim. Hier geben unterschiedlichste Mannheimer Experten interessierten Eltern konkrete Hilfestellungen, wie diese ihre Kinder befähigen können, (neue) Medien sicher und sinnvoll zu nutzen. Mit den Mitteln des Medienkompetenz-Funds werden eine breit angelegte Werbeaktion sowie spezielle Zusatzangebote im Rahmen der Veranstaltung finanziert, um mehr sozial benachteiligte Eltern und solche mit Migrationshintergrund zu erreichen.

Welche Zukunftspläne gibt es für Ihr Projekt?

Die beeindruckende Teilnehmerzahl von rund 160 Personen bei den beiden bisherigen Veranstaltungen sowie das rundherum positive Feedback aus dem Publikum und der Gruppe der Kooperationspartner hat uns dazu veranlasst, nun jedes Jahr einen „Medien-Elternabend“ in der Zentralbibliothek anzubieten. Ein jährlicher Turnus wird zudem den schnellen inhaltlichen wie technischen Veränderungen der Medien gerecht und gibt uns die Möglichkeit, immer wieder inhaltliche und organisatorische Anpassungen vorzunehmen, z.B. um künftig noch mehr sozial benachteiligte Menschen zu erreichen.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?

Das Kindermedienland Baden-Württemberg verstehen wir als Ameisenkolonie, die einen Elefanten zu bewegen vermag: Ganz nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ trägt nicht nur die gemeinsame Plattform, sondern auch jedes noch so kleine Projekt entscheidend dazu bei, unzählige Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg stark zu machen für einen gewinnbringenden Umgang mit Medien und damit für eine glückliche und erfolgreiche Zukunft.

Medienclub für Kids (Stadtbibliothek Mannheim)

Kurzinterview mit Andrea Pörner (Fachbereich Bildung / Stadtbibliothek)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?

Mit den Fördergeldern wird ein Medienclub für 8- bis 12-Jährige im Bibliothekslabor* der Stadtbibliothek Mannheim eingerichtet.  Am Freitagnachmittag  können interessierte Mädchen und Jungen unter Anleitung einer Medienpädagogin  u.a. einen QR-Code für ihr Lieblingsbuch und ein iBook erstellen, die Programmiersprache Scratch kennenlernen oder einenTrickfilm mit Greenscreen aufnehmen. An insgesamt 13 Clubnachmittagen werden die Kinder so durch vielfältige Angebot dazu angeregt Medien nicht nur zu konsumieren, sondern sich kreativ damit auseinanderzusetzen.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?

Der Medienclub soll ein fester Bestandteil des Bibliothekslabors werden und für Kinder ein Ort werden um regelmäßig und spielerisch Medien auszuprobieren und kreativ zu nutzen. Dabei sollen die Kinder die Themenschwerpunkte bestimmen.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?

Die Programme des Kindermedienlands bieten uns vielfältige Anregungen für Projekte zur Medienkompetenz und wertvolle Informationen rund um das Thema Mediennutzung und –erziehung. Die Unterstützung durch den Medienkompetenz-Fund bietet die Möglichkeit kostenlos „Medienwerkstätten“ anzubieten und sie damit allen Kindern zu öffnen.

Wir lesen (Südwest Presse)

Kurzinterview mit Annkathrin Rapp (Projektmanagerin bei der Südwest Presse)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?

Die am Projekt teilnehmenden Schüler und Lehrer bekommen im Rahmen des Projektes Arbeitshefte mit Aufgaben und Informationen rund um das Thema Medien. Das Fördergeld wurde für den Druck der Schülerhefte verwendet.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?

Wir möchten den Kindern und Jugendlichen von Grundschulen sowie weiterführenden Schulen den Zugang zum Medium Zeitung ermöglichen und mit zielgruppengerechten Begleitmaterialien die Lese-, Schreib- und Medienkompetenz stärken.  Um auch zukünftig zielgruppengerechte Angebote für Kinder und Jugendliche anzubieten, werden die Lehr- und Unterrichtsmaterialien sowie die Rahmenangebote ständig aktualisiert und kontinuierlich weiterentwickelt.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?

Das Kindermedienland Baden-Württemberg bietet eine zuverlässige Informationsquelle und fungiert als „Qualitätssiegel“ sowie Unterstützer von Projekten mit dem Schwerpunkt „Kinder und Medien“.

Intercultural Media Literacy (Deutsch-Amerikanische Gesellschaft Tübingen)

Kurzinterview mit Lena Engesser (Ansprechpartnerin Kulturprogramme)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?

Mit der Förderung haben wir zum Teil unseren neuen Beamer im d.a.i.-Veranstaltungssaal finanziert. Maximal 120 Kinder, Schüler, Studierende und Interessierte aller Art können nun wieder Filme, interaktive Angebote, frühkindliche Bildung und d.a.i.-Präsentationen in Kinoqualität auf Großleinwand erleben und vom Projekt „Intercultural Media Literacy: Challenges and Choices in an Insecure World/Focus USA“ profitieren.

Welche Zukunfts-Pläne gibt es für Ihr Projekt?

Das Deutsch-Amerikanische Institut wird seinen Standort als zentral gelegene und professionell ausgestattete Anlaufstelle für USA-Fragen aller Art weiter ausbauen. Unserem Bildungsauftrag können wir mit der neuen Ausstattung viel besser nachkommen und weiten unsere Angebote für Kindergartenkinder, Schulklassen, Studierende, Lehrer, Mitglieder und Gäste immer weiter aus. Es sind bereits viele weitere Termine für Filmvorführungen geplant, auch über 2014 hinaus, die die inhaltliche bzw. landeskundliche Kompetenz, die Medienkompetenz und die interkulturelle Kompetenz von Jugendlichen fördern werden.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?

Das Kindermedienland Baden-Württemberg ist das Umfeld in dem sich hunderttausende von Kindern jeden Tag bewegen und in dem sie aufwachsen. Dieser Verantwortung ist sich das Kindermedienland Baden-Württemberg bewusst und es wird ihr jeden Tag aufs Neue gerecht.

Young & Old (Jugendhaus Engstingen)

Kurzinterview mit Mike Buck (Jugendbeauftragter der Gemeinde Engstingen)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
Das Fördergeld wird in den nächsten  Tagen  für einen Laptop, einen Drucker und einen Tablet- PC ausgegeben.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?
Das Kindermedienland Baden-Württemberg ist für mich eine hilfreiche Informationsquelle. Zudem bedeutet es für mich die Unterstützung zur Umsetzung medienpädagogischer Projekte und bildet somit einen primären Teil meiner Arbeit.

Das Projekt "Young & Old" ist ein generationenverständigendes Medienprojekt, bei dem Jugendliche den älteren Mitbürgern die Funktionalitäten und Vorteile der modernen Medien aufzeigen.  Eine verbesserte technische Ausstattung (Laptop, Tablet-PC) gewährleistet die Mobilität des Projektes.

Schulreporter-AG (Gymnasium Oberndorf a.N.)

Kurzinterview mit Annette Gräber (Lehrerin am Gymnasiums am Rosenberg in Oberndorf a.N.)

Für was wurde das Fördergeld ausgegeben?
Wir haben das Geld in eine Videokamera investiert. Damit wir in Zukunft auch in bewegten Bildern über das Leben an unserer Schule berichten können.

Was bedeutet das Kindermedienland Baden-Württemberg für Sie?
Unterstützung für unsere kleine AG: Dadurch wird uns Schülern ermöglicht, unsere Interessen umzusetzen, unsere Kreativität auszuleben und unserem Traumberuf ein Stückchen näher zu kommen.

Medienkompetenz ganz praktisch umgesetzt: Die Schüler lernen in der Schulreporter-AG, eigene Beiträge über das Schulleben mit Hilfe verschiedener Medien zu erstellen. Die AG wird sich eine Videokamera kaufen. Mehr über die Schulreporter-AG erfährt man im Artikel des Schwarzwälder Boten vom 28. Februar 2014.

Kontakt

Geschäftsstelle der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

 

Ulrike Karg
0711 / 90715 - 311
karg@mfg.de

 

Laura Jaenicke
0711 / 90715 - 348
jaenicke@mfg.de