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hoodREPORT Altenburgschule

Junge Filmemacher stellen Doku vor

Schulfilmprojekt fördert Demokratie-Verständnis

Was machen junge Iraker bei jedem Heimspiel des VFBs abends in der Nähe vom Cannstatter Bahnhof? Sie verkaufen unterstützt vom Cannstatter Jugendhaus heiße Würstchen. Über diesen interkulturellen Imbiss haben neun Schülerinnen und Schüler einen Dokumentarfilm gedreht. Die Film-Crew stellt sich vor.

„Solche Filmprojekte helfen doch, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu schulen.“ – Dokumentarfilmer Martin Mannweiler will diesen Satz nicht alleine stehen lassen. Bei seinen Filmprojekten an Schulen geht es ihm nicht ausschließlich darum, Medienkompetenz zu vermitteln. Langfristig, so Martin Mannweiler, lernen die Schülerinnen und Schüler, wie eine Demokratie funktioniert. Deshalb beschäftigen sich die Themen seiner Schülerfilme mit dem Gemeinweisen und seiner Bedeutung für das soziale Miteinander.

Im ersten Teil der Filmreihe, ging die Schülergruppe in ein Bad Cannstatter Altenheim und interviewte die Bewohnerinnen und Bewohner über ihre Erfahrungen. Dabei lernten sie, wie sehr sich die Seniorinnen und Senioren darüber freuten, dass sich jemand für sie und ihre Geschichten interessiert. Im zweiten Teil der Reihe durften sie filmen, wie das Bad Cannstatter Jugendhaus zusammen mit irakischen Jugendlichen an VFB-Fans heiße Würstchen verkauft. Auch hier lernten sie mithilfe der Kamera, wie das Gemeinwesen sozial unterprivilegierten Menschen eine Chance gibt. Ganz nebenbei erfuhren sie von den Protagonisten ihres Dokumentarfilms, wie es ist, mitten in der Pubertät sein Land zu verlassen und in einem fremden Umfeld von vorne zu beginnen.

Der Leiter des Jugendhauses, Daniel Stengele, war von dem Filmprojekt erst verwundert. Wie das wohl funktionieren soll, wenn zwischen Grill, Mitarbeitern und VFB-Fans noch eine Schülergruppe mit Kamera und Lichttechnik rumsteht. Im Nachhinein waren er und die irakischen Jugendlichen von dem Film sichtlich beeindruckt.

Alle sieben Teilnehmer der Dokumentarfilmgruppe „hoodREPORT“ kommen aus dem Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt und besuchen hier die Altenburgschule. Dass Filme machen kein leichtes Hobby ist, durften sie bei den Aufnahmen am VFB-Grill feststellen. Besonders anstrengend waren für einige Schüler die späten Drehzeiten, da der Grill immer nur an den abendlichen Heimspielen offen hatte. Martin Mannweiler ist sichtlich stolz auf sein junges Filmteam: „Die haben trotz Dunkelheit und Kälte total gut mitgearbeitet.“

Der Dokumentarfilmworkshop „hoodREPORT“ wurde mit Unterstützung des Medienkompetenz-Funds der Initiative Kindermedienland durchgeführt. Dieses Förderprogramm unterstützt Maßnahmen, die die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Dabei soll die Vorreiterrolle des Landes Baden-Württemberg im Bereich innovativer und kreativer Medienkompetenzprojekte unterstrichen werden.

Kontakt

Geschäftsstelle der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg
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Ulrike Karg
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