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Jugend hackt Süd

Jugend hackt Süd (Open Knowledge Foundation Deutschland)

Jugendliche programmieren für eine bessere Welt

Wenn „Jugend hackt“ nach Süddeutschland kommt, dann ist die Nachfrage groß. Seit Wochen waren die Plätze für das „Hackaton“, einer sogenannten Softwareentwicklungsveranstaltung, bereits ausgebucht. Zum Vorgänger-Event nach Berlin reisten Jugendliche aus der ganzen Republik an. Um es den weitgereisten Programmierern die Anfahrt zu erleichtern, organisierte die Open Knowledge Foundation „Jugend hackt“ dieses Jahr auch in Ulm.

Über 50 Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren tüftelten ein Wochenende lang an der Universität UIm an den unterschiedlichsten Ideen. Zusammen mit ehrenamtlichen, technisch versierten Mentoren entwickelten sie Apps und Codes, die laut dem Motto der Veranstaltung „die Welt verbessern“ sollen. Nick Rusnak und Ben Carp arbeiteten beispielsweise an einer App, mit der Nahverkehrs-Kunden die Betreiber über Missstände informieren können. Ein Foto vom verschmutzen S-Bahn-Sitz kann per Smartphone direkt an den Nahverkehrsbetrieb weitergeleitet werden, der sich umgehend um die Behebung kümmert.

Durch solche praktischen Anwendungsmöglichkeiten erfahren die Jugendlichen die gesellschaftspolitische Dimension der Softwareentwicklung. Organisator Stefan Kaufmann bestätigte, dass „Jugend hackt“ nicht nur die vorhandene Programmierbegeisterung der Jugendlichen fördert, sondern „sie auch für die gesellschaftliche Verantwortung sensibilisiert, die mit diesen Fähigkeiten verbunden ist“. So sind bei „Jugend hackt“ bereits Projekte entstanden, die den Datenschutz oder die gesundheitliche Versorgung der Verbraucher verbessern können. Die Nachwuchsprogrammierer entwickelten u. a. ein Armband, das aus Daten der OpenStreetMap erkennt, wann man sich im Überwachungsbereich einer Kamera befindet und dann mit Vibration darauf hinweist. Ein anderes Beispiel ist eine Pillenbox für demenzkranke Menschen, die erkennt, ob das Medikament rechtzeitig genommen wurde.

Die Veranstalter von „Jugend hackt“ wollen gleichzeitig die Verwendung offener Daten propagieren. Deswegen stellen sie den Teilnehmern offene Datensätze aus den Bereichen Verkehr, Umwelt oder Bevölkerungsstatistik zur Verfügung, mit denen sie experimentieren und daraus Neues schaffen können. Die Macher von „Jugend hackt“ wünschen sich, dass sämtliche Datenbestände, die im Interesse der Allgemeinheit sind, der Gesellschaft ohne jedwede Einschränkung zur freien Nutzung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung frei zugänglich gemacht werden. Auch kommunale Daten, wie Haushaltspläne oder Statistiken könnten eines Tages frei zugänglich sein, damit daraus neue kreative Anwendungen geschaffen werden können.

"Jugend hackt" im Internet

„Jugend hackt Süd“ wird unter anderem vom Medienkompetenz-Fund der Initiative Kindermedienland gefördert. Dieses Förderprogramm unterstützt Maßnahmen, die die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Dabei soll die Vorreiterrolle des Landes Baden-Württemberg im Bereich innovativer und kreativer Medienkompetenzprojekte unterstrichen werden.

Kontakt

Geschäftsstelle der Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

 

Ulrike Karg
0711 / 90715 - 311
karg@mfg.de

 

Clara Baker
0711 / 90715 - 348
baker@mfg.de